Mit ein bisschen Abstand zum Wochenende gibt es heute die Ergebnisse und Nachberichte: 

Die 1. Herren Mannschaft muss sich mit 31:37 beim TuS 05 Daun geschlagen geben. 

Die 2. Herren Mannschaft verliert 24:31 auswärts bei der HSG Mertesdorf-Ruwertal.

Unsere männliche E-Jugend II gewinnt beide Spiele an diesem Wochenende: 29:21 bei der JSG Eifel und 26:6 bei Fortuna Saarburg. 

Die männliche D-Jugend gewinnt gegen ihre eigene 2. Mannschaft mit 24:14.

Und die männliche C-Jugend verliert mit 45:12 gegen die JSG Wittlich/Schweich II.

 

Der Nachbericht der 1. Herren Mannschaft gegen den TuS 05 Daun:

Im Spitzenspiel der Liga setzte sich der TuS Daun beim mit Spannung erwarteten Eifelderby verdient und klar durch. Das der Sieg am Ende um ein paar Tore zu hoch ausfiel, lag sicher auch daran, dass Bitburg aufmachte und mit verschiedenen taktischen Maßnahmen noch alles versuchte. Damit festigt Daun seine Tabellenführung und bleibt auf Augenhöhe im Titelkampf mit Meisterschaftsfavorit HSG Hunsrück. Bitburg kann das Wort Meisterschaft nach Aussage ihres Trainers Rudi Engel „aus dem Vokabular streichen“, (Zitat Engel).

Die Mannschaft von Trainer Markus Willems wirkte nervös, vergab etliche freie, darunter auch die Siebenmeter Chance und so führten die Gäste über 0:2 bis 2:7 in der 10. Minute und alles deutete erneut darauf hin, dass die Gäste aus Bitburg dem Willems-Team nicht liegen sollten.

„Bitburg überraschte uns mit einer 6:0 Deckung, dabei hatte ich eigentlich mit einer 3:2:1 Abwehr gerechnet. Aber auch hier hatten wir entsprechende Lösungen, brachten aber unsere Chancen nicht unter“, klagte Dauns Coach Markus Willems.

„Wir waren bis zur 2:7 Führung gut auf die Dauner eingestellt“, freute sich Engel.

Das Gastgeberteam hatte in der 16. Minute frühzeitig die zweite Zeitstrafe gegen Kai Lißmann im Mittelblock zu verkraften, der im Deckungsverband dann nicht mehr eingesetzt wurde. Als zudem der etatmäßige Linksausen der Dauner Lukas Meyer die rote Karte in der 20. Minute nach einer unnötigen und unglücklichen Abwehraktion sah, war Willems zum Improvisieren gezwungen. Er beorderte Mathis Otto auf Linksaußen, der nach Aussage seines Trainers seine Sache super gemacht hat. „Egal wo ich die Jungs derzeit einsetzen muss, lösen sie ihre Aufgabe“, lobte Willems.

Zudem zeigte die Manndeckung gegen Flo Enders durch Igor Rahn Wirkung und so kämpfte sich die Mannschaft bis 10:10 in der 24. Minute ins Spiel zurück und war bis 14:14 zur Pause auf Augenhöhe.

„Die Manndeckung gegen Flo hat bei uns Wirkung hinterlassen, obwohl wir eigentlich grundsätzlich mit einer Manndeckung im Spiel umgehen können. Wir nutzten aber unsere freien Chancen nicht, klarste Möglichkeiten blieben auf der Strecke und diese fehlende Konzentration nahmen wir in die Abwehr mit. Mit jedem Tor wurde Daun aggressiver und wir nervöser, blieben fahrig im Umgang mit unseren Chancen und so ging das Remis zur Pause in Ordnung“, fand Engel.

„Ich hatte das Gefühl das meine Mannschaft heute den Tick aggressiver auftritt als der Gegner und auch den Sieg mehr wollte. Das habe ich dem Team zur Pause auch gesagt“, so der Dauner Coach.

Mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte kassierte Bitburg die Zeitstrafe, die Daun nutzte, um sich zunächst auf zwei Tore mit 16:14 in der 32. Minute abzusetzen, dabei von gleich drei technischen Fehlern der Gäste profitierte, doch in Vollzahl kam Bitburg wieder zum Ausgleich.

Die Entscheidung fiel, als sich das Willems-Team vom 25:24 in der 46. Minute auf 28:24 in der 51. Minute absetzte und unter dem Jubel der Zuschauer in der ausverkauften Halle die Gäste zur Auszeit beim 29:25 in der 53. Minute zwangen.

„Uns fehlten die Alternativen im Rückraum, zudem merkte man auf einigen Position die aufgrund beruflicher Verhinderung fehlende Trainingsarbeit der letzten Wochen“, klagte Engel, der jetzt alles auf eine Karte setzte, doch die Mannschaft verlor ihre „eins gegen eins“ Situationen vor allem gegen Luca Willems und Routinier Pat Brümmer.

Näher als drei Tore kam das Team von Rudi Engel nicht mehr an die Gastgeber heran, die über 30:26 in der 54. Minute und 35:30 in der 58. Minute den verdienten Sieg mit 37:31 feierten, der sicherlich um ein paar Tor zu hoch ausfiel, aber aus Sicht beider Trainer völlig verdient war.

„Bei uns war es auch eine Kopfsache und im zweiten Spielabschnitt riefen nur zwei Spieler ihre normale Leistung ab und das war mein Sohn Patrick und Martin Guldenkirch. Selbstverständlich waren wir nach der Niederlage alle geknickt, stehen jetzt vor heimischer Kulisse gegen Bannberscheid so richtig unter Druck, laufen Gefahr, durchgereicht zu werden. Doch zuhause sieht es bei uns deutlich anders aus“, schaut Engel nach vorne.

„Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung möchte ich Mathis Otto und Luca Willems hervorheben. Auf alles haben wir heute eine Antwort gewusst. Es war ein super Spiel meiner Mannschaft, bei dem die Rahmenbedingungen stimmten. 400 Zuschauer feierten unseren Sieg und das Schiedsrichtergespann Sauerwein/Schneider zeigte eine gute Leistung. Das war eine wichtige Komponente, damit in diesem schnellen Spiel, das nicht einfach zu pfeifen war, keine Unruhe aufkam. Das alles wurde dem Spitzenspiel gerecht. Doch jetzt haben wir noch die schweren Auswärtsspiele in Bad Ems und im Hunsrück zu lösen“, sagt Dauns Coach Markus Willems, der das Wort Meisterschaft weiterhin nicht in den Mund nehmen will.

 

TuS. Lindner und Neis – L. Willems (2), Otto (5), J. Willems (4), Brümmer (11/5), S. Präder (6), Lißmann (5), Reifferscheidt, Mayer (1), Wheaton (1), Illigen, Rahn (3).

TVB: Reich und Otte – Engel (6), Guldenkirch (8), Walerius (3), Steinbach (1), Enders (5/4), Kaufmann (1), Lauer (7), Rehm, Nelles.

 

Der Nachbericht der 2. Herren Mannschaft gegen die HSG Mertesdorf-Ruwetal: 

Das Ergebnis täuscht über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Die Gastgeber, die wieder mit einer gut besetzten Bank aufwarten konnten, hatten mit Matthias und Alex Krewer Alternativen aus der zweiten Mannschaft.

Doch so richtig konnte sich das Team von Trainer Andreas Cartarius in der ersten Hälfe nicht absetzen, Bitburg blieb über 9:9 in der 20. Minute bis 15:15 in der 29. Minute ein gleichwertiger Gegner. „Eigentlich haben wir das Spiel im ersten Spielabschnitt dominiert, aber gleich sieben freie Bälle verworfen. So müssten wir bei konsequenter Chancenverwertung mit einem Vorsprung in die Pause gehen“, ärgerte sich Gästetrainer Janosh Klimek.

Auch nach dem Wechsel lief nicht viel bei den Eifelanern zusammen und so legte die HSG auf 19:15 in der 34. Minute vor. Klimek nahm die Auszeit, forderte seine Jungs weiter auf, auf die Lücken zu gehen und torgefährlich zu sein. Das zeigte Wirkung und sein Team kämpfte sich auf 20:19 in der 41. Minute heran. Doch nach dem 22:21 in der 48. Minute setzte sich das Ruwertal Team auf 25:21 in der 50. Minute ab.

„Es fehlte uns immer wieder im entscheidenden Moment der Drang zum Tor, die Verantwortung wurde nur weitergeschoben. Sicherlich hat meine Mannschaft kämpferisch alles gegeben, doch die Jungs werden auch aus dieser Niederlage lernen“, ist Klimek sicher.

„Uns hat die gut besetzte Bank Aufschwung gegeben. Andi Schröder war heute wieder dabei und machte ein Bombenspiel. Als er manngedeckt wurde, haben Thomas Billen und Markus Wenzel die Lücken genutzt und wichtige Tore erzielt“, freute sich HSG Trainer Cartarius.

 

HSG: Schwall und Roth – A. Krewer, Ferring, Keil, Schröder (10), Wenzel (3), M. Simon (2), Frisch, Billen (10/4), P. Simon (1), Zock (4), M. Krewer (1).

TVB: Ney – Begon, Recking (1), Müller (4), Schürer (3), Wahl (6/1), Pütz (2), Crames (4/1), Stephan (2), Schallert (2).

 

Quelle: moselhandball

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