Eine Momentaufnahme der Rheinlandliga – auch der Trainer unserer 1. Herren Mannschaft hat sich auf moselhandball.de zum aktuellen Stand der Dinge geäußert: 

„Der nächste Verein aus dem Spielereich Mosel/Eifel wird sein Spielrecht in der Rheinlandliga der Männer in der kommenden Saison nicht wahrnehmen. „Wir haben uns aufgrund der momentanen Situation entschieden, in der kommenden Saison in der Verbandsliga anzutreten. Für uns ist das ein Übergangsjahr, da wir erst in der folgenden Saison auf unsere Jugend zurückgreifen können. Mit Julius Hoffmann und Yannik Morin legen zwei wichtige Stammspieler eine Pause ein, doch ich baue darauf, dass beide wieder zum Team zurückkehren. Noch sind wir auch bei der Trainersuche noch nicht fündig geworden“, gesteht Saarburgs Abteilungsleiter Joachim Schmitt.

Auf Platz 8 der Tabelle rangierte die DJK/MJC Trier vor Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie und hatte den Klassenerhalt so gut wie sicher. Wie alle anderen Teams wurden die Trierer vom Abbruch der Saison überrascht, mussten den Trainingsbetrieb einstellen und starteten am 27. Mai in die Vorbereitung auf die kommende Saison, die hoffentlich im Oktober beginnen kann. „Ich hatte mir nach dem Saisonabbruch lange überlegt, ob ich als Trainer weitermache, mich dann aber dafür entschieden, auch in der kommenden Saison als Trainer zu arbeiten. Wir beginnen unter Beachtung der Hygieneregeln mit dem Training im Freien, werden für unsere Athletik und Ausdauer die Grundlagen legen. Doch die Jungs brennen auf die Halle und ich hoffe, dass dies auch bald wieder möglich sein wird“, sagt MJC Coach Alex Kuhfeld. Doch das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass viele Studenten bei den Trierern aktiv sind, die nach Ende des Studiums oder studienbedingt den Studienort wechseln. So wird Rückraumspieler Marco Müller den Verein aufgrund der beruflichen Veränderung Trier verlassen. Sein Ausfall wird im Trierer Team nur schwer zu kompensieren sein. Der erst im Laufe der letzten Saison zu den Trierern gewechselte Lüder Flathmann zieht es an einen anderen Studienort und auch Manuel Zelzer verlässt die Trier studienbedingt. „Wir sind noch an einigen Neuzugängen dran, hoffen, dass wir hier bald Neues zu vermelden haben. Wir werden aber definitiv in einer gegenüber der letzten Saison stärkeren Rheinlandliga gegen den Abstieg zu kämpfen haben“, glaubt der MJC Coach.

Bitburgs vor der Saison erklärte Saisonziel, erneut die Meisterschaft in der Liga einzufahren, hatte sich beim Abbruch der Saison spätestens erledigt. Mit sechs Punkten Rückstand lag das Team des neuen Bitburger Coaches Rudi Engel auf Platz 3 hinter dem Tabellenführer aus Daun und dem „Dauerrivalen“, der HSG Hunsrück. Gebeutelt war die Mannschaft von Beginn an vom Verletzungspech wichtiger Stammspieler, aber auch die beruflichen Herausforderungen führten dazu, dass die Eifelaner so gut wie nie in Bestbesetzung auflaufen konnten. Für die nun anstehende Saison hatten die Eifelaner die Hoffnung, ihren ehemaligen Stammspieler Matthias Hertz zu einer Rückkehr aus Luxemburg zu bewegen, doch „Mätthi“ Hertz wird in Luxemburg in der kommenden Saison in der 1. Liga auflaufen. Mit Michel Plano stand schon vor geraumer Zeit ein Neuzugang von der HSG Eifel fest, die bekanntlich ihr Spielrecht in der Rheinlandliga nicht mehr wahrnehmen wird und in der Verbandsliga antreten möchte. Neben Plano wird  das 17-jährige Nachwuchstalent Johannes Schellen, den Trainer Engel in der Jugend-Rheinlandauswahl trainierte, von Prüm nach Bitburg wechseln. „Er wird seine Spielanteile in der Rheinlandliga, an die er vorsichtig herangeführt werden soll, bekommen. Seine Spielpraxis wird sich Johannes aber in unserem Verbandsligateam holen. Aus privaten Gründen wird kommende Saison Stefan Steinbach kürzer treten müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass in der ehemaligen Edith-Stein Turnhalle umfangreiche Umbaumaßnahmen laufen, die es noch schwieriger machen werden, mit dem Hallentraining zu beginnen. Wir sind derzeit entsprechend den Vorschriften nur im Freien aktiv und haben diese Woche das Training wieder aufgenommen. Mit dem aktuellen Kader sehe ich eine Platzierung zwischen Platz 3 bis 5 als realistisch an. Ganz klar werden die Hunsrücker dieses Jahr der Topfavorit auf die Meisterschaft sein“, glaubt der Bitburger Coach.

Ebenso wie Bitburg wollte die HSG Hunsrück in der vergangenen Saison um die Meisterschaft mitspielen, lag bei Saisonabbruch einen Punkt hinter Tabellenführer Daun auf Platz zwei und hätte am vorletzten Spieltag noch die Chance gehabt, die Meisterschaft mit einem Heimsieg über Daun aus eigener Kraft unter Dach und Fach zu bringen. Doch der Saisonabbruch machte dem Team des Trainergespanns Jochen Tatsch und Timo Stoffel einen Strich durch die Rechnung. Es blieb „ein bitterer Beigeschmack“ (der TV berichtete) bei den Hunsrückern, die dem TuS Daun so den Fortritt Richtung RPS Oberliga lassen musste. Doch spätestens in der kommenden Saison soll für die Hunsrücker der Traum von der Meisterschaft und natürlich der Aufstieg in die RPS Oberliga Realität werden. „Das ist das erklärte Ziel. Unser Kader bleibt bis auf Florin Nicolae, der seine Karriere beendet und Pascal Olivier, der nach Daun wechselt, zusammen. Wir werden am 3.6. in die Vorbereitung einsteigen und uns zunächst „outdoor“ vorbereiten. Am vergangenen Sonntag haben wir vereinsintern das weitere Vorgehen zum Training abgestimmt“, sagt HSG Coach Timo Stoffel.“

Quelle: moslhandball 

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